BESONDERE EREIGNISSE
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08.10.2006
Der Maestro in Altdorf
Giovanni Trapattoni coachte die C1-Junioren des 1. FC Aldorf
Am 02. Oktober war es endlich soweit, Giovanni Trapattoni besuchte den 1. FC Altdorf. Dieser nicht ganz übliche Besuch des Majestro war dem Umstand zu verdanken, dass Jugendleiter Hans Lodes an einer Aktion des Bayerischen Fußball-Verbands mit der Firma Soda Club teilgenommen hatte. Aus mehr als 100 Bewerbungen wurde der 1. FC Altdorf per Los als 1. Sieger ermittelt; und dies bedeutete, dass der erfolgreichste Ligatrainer eine Juniorenmannschaft des 1. FC Altdorf bei einem Spiel coacht. Ursprünglich war die Veranstaltung bereits vor einigen Monaten geplant, aber gesundheitliche Probleme des großen Gastes machten eine Neuterminierung notwendig.
Aber am 02.10. war es dann soweit. Giovanni Trapattoni kam nach Altdorf und das schon fast zwei Stunden früher als gemäß Zeitplan vorgesehen. Aber sein erster Weg war trotzdem direkt zum 1. FC Altdorf. Man merkte vom ersten Augenblick an, dass Herr Trapattoni, der mit seiner Frau angereist war, sich im Kreis der Altdorfer Sportler wohl fühlte. Alle Autogramm- und Fotowünsche würden lächelnd erfüllt.
Beim gemeinsamen Mittagessen hielt der Majestro eine kurze Begrüßungsrede und war begeistert vom Geschenk des Vereins, einen Regenschirm und eine Regenjacke gegen den Schnürlregen in Salzburg. Das Schäuferle schmeckte ihm sichtlich und man merkte ihn an, dass er sich wohl fühlte, bei einem Verein, der von der Größe her seinem Heimatverein in Italien ziemlich gleicht.
Nach dem Essen gab es die Siegerehrung: Der DJK Eckartshausen wurde mit einem Satz Trikots vom Sponsor Soda Club bedacht. Anschließend übergab Herr Trapattoni dem Spielführer der C1-Junioren Tino Knobloch und dem Trainer Peter Knobloch den Trikotsatz des Siegers.
Vor der anwesenden Journalistenschar gab Herr Trapattoni dann eine Jugendpressekonferenz, in der er den zahlreichen Jugendlichen Rede und Antwort stand. Lediglich das Reporterteam vom Franken Fernsehen schien sich damit nicht abzufinden und so versuchte der anwesende Reporter immer wieder Aussagen zum Verhältnis des Majestros zu Lothar Matthäus zu entlocken. Als er beim Ehrengast zweimal auf Granit biss, war er sichtlich angefressen - nur so lässt sich der unter die Gürtelinie gehende Fernsehbericht am folgenden Tag verstehen.
Der Höhepunkt ar dann, als Herr Trapattoni zu der C1 in die Kabine kam und sie auf das Freudschaftsspiel gegen den TSV Feucht einstellte. "Konzentrieren und mit Kopf spielen" war seine Aufforderung an seine Jungs. Doch diese waren zunächst noch etwas nervös und mussten zunächst einen Rückstand hinnehmen. Zur Pause konnte das diesen Rückstand jedoch in eine 2:1 Führung umwandeln. Und auf dem Weg in die Kabine meinte der Majestro, "dieses Spiel konnen die Jungs nicht mehr vwerlieren". So war es denn auch mit einen satten Schuß erhöhte die C1 noch auf 3:1.
Abschließend gab Herr Trapattoni noch jede Menge Autogramme. Gegen ca. 20:00 Uhr verließ er die Sportanlagen des 1. FC Altdorf wieder, mit dem Versprechen, wieder mal reinzuschauen, wenn ihn sein Weg auf der Autobahn wieder an Altdorf vorbeiführt.
Der 1. FC Altdorf hat mit Giovanni Trapattoni einen netten, bodenständigen, stets zugänglichen und überhaupt nicht überheblichen Menschen kennen gelernt, der ganz der Gentleman ist, als den man ihn aus der Bundesliga kennt.
Bilder vom Besuchstag:







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Presseberichte
Nürnberger Zeitung
Von Dieter Bracke
Giovanni Trapattoni coachte die C1-Junioren des 1. FC Aldorf
ALTDORF — Der Maestro kam und wurde gebührend empfangen. „Herzlich willkommen Giovanni Trapattoni“, war auf einem großen Transparent beim Eingang zu den Sportstätten des 1. FC Altdorf deutlich zu lesen. Einer der populärsten und auch erfolgreichsten Fußballtrainer der Welt war zu Gast in der fränkischen Provinz und stellte sich für eine gemeinsame Aktion von Soda-Club und dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) zur Verfügung.
Die Altdorfer hatten daran als Bewerber teilgenommen und wurden per Los als Gewinner ermittelt. Gut gewandet, wie immer, stellte sich der sympathische Italiener den Fragen des Nachwuchses, aber nicht - dies war vereinbart - denen der Medienvertreter. Die jungen Kicker kannten keine Scheu vor dem prominenten Besucher, obwohl er den meisten eigentlich kein Begriff war.
Als hilfreich erwies sich dabei die Präparierung durch Eltern oder Trainer. Wer sich an Trapattonis legendären Temperamentsausbruch während seiner Tätigkeit bei Bayern München gegenüber Thomas Strunz („Flasche leer, ich habe fertig“) erinnerte, staunte gestern nicht schlecht. Zwar ließ sich der Erfolgstrainer die Fragen von einem Dolmetscher übersetzen, aber die Antworten gab er in durchaus verständlichem Deutsch. „Wenn ich so gut italienisch wie er deutsch sprechen könnte, wäre ich glücklich“, meinte ein Zuhörer.
Eine interessante Frage aus dem Kreis der jungen Kicker gefiel Trapattoni sichtlich und wurde von ihm auch ausgiebig beantwortet: Hatte er als junger Trainer ein Vorbild? „Als Spieler hatte ich fünf Trainer“, betonte er, „und habe von jedem viel gelernt. Aber du musst deinen eigenen Weg suchen.“ Diesen Rat hat er auch Lothar Matthäus gegeben, mit dem er gemeinsam den österreichischen Tabellenführer Red Bulls Straßburg betreut.
Stichwort Matthäus und die entsprechende Frage eines Reporters von RTL Franken Live. „Trap“ blockte ab und verschwand in der Kabine, um „seiner Mannschaft“, der C-Jugend des 1. FC Altdorf ein paar Tipps für das Freundschaftsspiel gegen den TSV Feucht zu geben. „Das war schon aufregend“ gestand Abwehrspieler Simon Meier.
Der berühmte Gast nahm neben Trainer Peter Knobloch auf der Altdorfer Bank Platz. Seine Blicke richteten sich immer wieder auf einen kleinen blonden Spieler der Gastgeber, der mehr Probleme mit der viel zu langen Hose als mit der Lederkugel hatte. Trapattoni fand sichtlich Gefallen an dem Wirbelwind Matthias Hupfer, der altersmäßig, so Jugendleiter Hans Lodes, eigentlich noch in der E-Jugend spielen könnte. „Es ist schön, solche Talente zu sehen, denn sie sind die Zukunft des Fußballs“, schwärmte der Maestro, der sich nach dem 3:1-Sieg der Mannschaft - sie hatte einen 0:1-Rückstand umgebogen - verabschiedete. Auf ihn wartete an seiner früheren Wirkungsstätte in München noch ein weiterer Termin: Er hatte seine Salzburger Mannschaft zu einem Oktoberfest-Besuch eingeladen. Die richtige Reaktion eines Pädagogen auf das kärgliche 1:1-Unentschieden am Sonntag gegen Schlusslicht SV Ried.
Tags zuvor hatte Bayern-Trainer Felix Magath seine Mannen nach der blamablen 0:1- Niederlage in Wolfsburg ebenfalls zur Frustbewältigung auf die „Wies’n“ geschickt. Für die C-Jugend-Spieler des 1. FC Altdorf wird der Besuch des Maestros unvergesslich bleiben. Wer kann schon erzählen, dass er von einem der bekanntesten Trainer der Welt betreut worden ist?
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Neumarkter Tagblatt
Von Andreas Brey
Trainerlegende beschert C-Jugendlichen unvergessliche Momente / „Trap“ lässt die Fernsehteams abblitzen
Altdorfer Kicker finden Trapattoni „subba logga“
NÜRNBERG. Er hat Adressen wie den AC und Inter Mailand, Juventus Turin, AC Florenz, Benfica Lissabon und Bayern München im Lebenslauf stehen. Er war Chef der „Squadra Azzurra“, der italienischen Nationalmannschaft. Die Rede ist von Giovanni Trapattoni. Seit Montag zählt auch der 1.FC Altdorf zu seinen „Stationen“. Denn: „Trap“ gab ein kurzes Gastspiel an der Seitenlinie der Junioren.
Montagabend, 17.03 Uhr: Giovanni Trapattoni betritt die Terrasse des FC-Sportheims, sofort umringt von zahlreichen Medienvertretern und mehr als 100 kleinen und großen Fans. Hans Lodes, Jugendleiter beim FC Altdorf, ist mächtig stolz, den prominenten Gast begrüßen zu dürfen. Nie im Leben hätte er gedacht, dass sein Verein bei der Verlosung des Trapattoni-Gastspiels gewinnen würde. Möglich gemacht hat den Besuch unter anderem der Bayerische Fußballverband (BFV).
Der 67-Jährige Italiener arbeitet als „Botschafter“ für den Getränkehersteller und war dessen Ruf nach Franken gefolgt. Immer an seiner Seite ein Dolmetscher, den er von seinem aktuellen Club „Red Bull Salzburg“ mitgebracht hatte. Doch dessen Dienste braucht er kaum. Mit den Fernsehteams, die auf ein Exklusiv-Interview drängen, wird er auch alleine fertig. „Ich spreche heute nur über Altdorf und die Kinder. Wenn Sie etwas über Salzburg wissen wollen, kommen sie dorthin“, stellt der Maestro klar. Trap ist berühmt für seine direkte Art. In Deutschland hat er seit seiner Brandrede 1998 („Was erlaube de Struuunz, habe so nette Kollega!“) Kultstatus erreicht.
Die Sache in Altdorf liegt ihm am Herzen. Er will mit den Kindern sprechen. Schließlich hat er selbst Enkelkinder und auch denen predigt er immer wieder, dass „Sport die Schule fürs Leben ist“. Die Kids wollen wissen, „wie man so erfolgreich wird“. Immerhin hat „Trap“, wie ihn die Fans liebevoll nennen“, 19 Titel als Trainer gewonnen. „Ihr müsst viel Einsatz zeigen, viel mit euren Mannschaftskollegen sprechen und immer versuchen zu gewinnen.“ Die Botschaft des älteren Herren im dunkelblauen Sakko kommt rüber.
Schwerste Niederlage 1983
Die Kids tauen auf, Fragen über Fragen prasseln auf den Star des Abends ein. Trapattoni verrät, dass er keinen Lieblingsspieler habe, sondern mit sehr vielen begnadeten Fußballern wie Platini, Totti, Del Piero oder Matthäus zusammenarbeiten durfte. Heute gilt seine volle Konzentration der Arbeit in seinem neuen Klub. Er hofft, mit Salzburg ähnlich erfolgreich zu werden wie mit den anderen Vereinen, die er trainiert hat. Die Altdorfer Kinder fragen auch nach persönlichen Niederlagen und „Trap“ gesteht, dass ihn das 0:1 im Endspiel des Europacups der Landesmeister gegen Hamburg sehr geschmerzt hat. Und wovon träumt ein Giovanni Trapattoni noch? „Davon, dass ich mein Wissen an junge Spieler weitergeben kann.“ Einen Anfang hat er an diesem Montagabend gleich in Altdorf gemacht. Dort coachte er nämlich die C-Jugend, die derzeit Platz 2 in der Kreisliga belegt, zum Sieg gegen den TSV Feucht. Doch nicht nur die Kinder, sondern auch die Betreuer des FC Altdorf waren vom Gastspiel des Italieners auf „ihrem“ Sportplatz begeistert. Ihr Urteil: „Der Trab is einfach subba logga!“
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Der Bote
Einmal Trap zum Anfassen Giovanni Trapattoni betreute C1-Junioren des FCA bei Testspiel
ALTDORF — Patrick ist glücklich: Er hat ein Autogramm ergattert, eine dieser Trinkflaschen abbekommen und seine Frage nach dem Lieblingsverein von Giovanni Trapattoni gestellt. Der italienische Fußballer, der als Trainer mit verschiedenen Mannschaften 19 Titel geholt hat, gilt als einer der erfolgreichsten Trainer weltweit. Auch die Altdorfer kennen seinen Spruch „Ich habe fertig“, mit dem er 1998 als Trainer des FC Bayern München die Leistung seines Teams kommentierte. Der Soda-Club machte sich den zunutze und lässt Trapattoni mit „Nix Flasche leer — Flasche immer voll“ für sein Wasser-Zubereitungssystem werben. Bei einem Gewinnspiel des Unternehmens hat der Fußballclub Altdorf den Besuch des berühmten Coachs gewonnen.
Der war ursprünglich schon im Mai geplant gewesen, wegen einer Augen-OP Trapattonis aber abgesagt worden. Da das erst eine Woche vor dem zugesagten Treffen geschah, waren die Altdorfer bis zuletzt skeptisch, ob es diesmal wohl tatsächlich klappen würde. Mit einem Willkommensgruß am Sportplatz-Eingang begrüßten sie den Gast, der mit Ehefrau Paula, einem Übersetzer und seinem Berater nach der Fahrt von Salzburg schon zwei Stunden vor der vereinbarten Zeit da war. Er habe die „Jungs“ diesmal auf keinen Fall enttäuschen wollen, so der schlanke Mann mit den blauen Augen unterm Silberhaar. Freundlich lächelnd stellt er sich neben jeden, der mit ihm fotografiert werden möchte.
Trapattoni, der volksnahe Mann, wird von Gruppe zu Gruppe delegiert, muss die vielen Fotografen anlächeln, in die Kamera schauen. Freundlich und routiniert unterschreibt der drahtige 67-Jährige alles, worauf seine jungen und auch älteren Fans seine Unterschrift bekommen möchten. Jakob zum Beispiel hat gerade erst ein T-Shirt der österreichischen Mannschaft von Red Bull Salzburg gekauft, die Trapattoni derzeit trainiert. Darauf die Unterschrift des „großen Mannes“, das ist schon eine Sache. Doch der Mann mit dem freundlichen Lächeln ist nicht nur gekommen, um für das Sprudelwasser zu werben. Zum Gewinn gehört auch das Coachen der C1 des FC Altdorf. Die Mannschaft hat sich den TSV Feucht zum Freundschaftsspiel eingeladen. „Mit dem Kopf spielen“, hat der Gasttrainer den Spielern im Alter zwischen 14 und 15 Jahren mit aufs Spielfeld gegeben. „Sie spielen mit Kopf“, schätzt Trapattoni zur Halbzeit dann auch ein, was er eine halbe Stunden lang gesehen hat. Er habe schöne Kombinationen, gute Pässe und Ideen verfolgt.
Das sei genau das, was er für wichtig halte, damit eine Mannschaft gut spielt. Wichtiger noch als die körperliche Fitness. Zudem sei schon in jungen Jahren zu erkennen, ob ein Spieler Talent habe und intelligent spielen könne. Er selber habe bis zum letzten Jahr gespielt, wenn einer seiner Leute krank war. Doch seit einem Schlag in den Rücken könne er das nun nicht mehr. Vom Spiel mit seinen acht- und elfjährigen Enkeln hält ihn das nicht ab. So jedenfalls war seine Frau zu verstehen, die geduldig am Tisch in der Sportgaststätte wartete, bis sich der Trubel um ihren Mann im Verlauf des Tages langsam wieder legte. Draußen indes zogen sich immer mehr dunkle Wolken über dem Spielfeld zusammen, während Stanislav Genko für Feucht den ersten Treffer vorlegte. Marco Lauterbach und Dominik Pfälzner vom FC Altdorf setzten dem Führungstreffer aber ihre Tore entgegen. Michael Lechner machte den Sieg von Trapattonis Team dann mit dem dritten Treffer sicher. Der Trainer selber saß mit bequem überkreuzten Beinen auf der Bank, schaute interessiert zu und wurde zwischendurch doch immer wieder von Bitten um Autogramme und Fotos abgelenkt. Niemanden bevorzugen Das Trainieren kam dabei sicherlich etwas kurz. Doch den Gewinnern bleiben die gewonnenen Trikots, jede Menge Fotos und Unterschriften sowie die Erinnerung an einen „feinen zugänglichen Herrn“, wie ihn Zuschauer beschrieben. Dass einer der erfolgreichsten Trainer der Welt unkompliziert und bodenständig ist, ganz ohne Allüren und tatsächlich so „gentlemanlike“, war für alle Anwesenden wohl der nachhaltigste Eindruck. Und dass er auf Patricks Frage nach dem Lieblingsverein keinen nannte, um niemanden zu bevorzugen, dafür erntete er ebenfalls rundum Verständnis.
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Homepage des BFV
© Heinz Wraneschitz
Startrainer Giovanni Trapattoni in Altdorf
Die Gewinner des Trapattoni-Coachings: Die C-Junioren des 1. FC Altdorf Ein Jugendtraining unter Giovanni Trapattoni: Dieser „Hauptgewinn“ einer gemeinsamen Aktion des Bayerischen Fußball-Verbandes und des Wassersprudel-Herstellers Soda-Club wurde in Altdorf bei Nürnberg übergeben. Wegen einer Erkrankung „Traps“ war der Termin um Monate nach hinten verschoben worden.
„Heute die C-Junioren des 1. FC Altdorf, morgen die Profimannschaft von Red Bull Salzburg“: Giovanni Trapattonis Trainingsplan war in der vergangenen Woche jedenfalls nicht langweilig. „Dem Sponsor Soda-Club sei Dank“, wie Mittelfrankens Bezirksvorsitzender Uwe Kunstmann anmerkte. Doch wenn man Trapattoni glauben will, wäre genau das sein „Traum: Eine C-Jugendmannschaft zu trainieren, denn ich kann den Jungs sehr viel beibringen.“
Als Höhepunkt des Abends war ein Trainingsspiel der Altdorfer mit „Trap“ auf der Bank gegen die C1 des Nachbarklubs 1. FC Feucht angekündigt. Doch dabei hielt sich der „Mister“, wie er zu seiner Bayern-Zeit genannt wurde, sehr zurück: Kein Vergleich zu seinem unvergessenen „Strunz – Spieler wie Flasche leer. Ich habe fertig“-Ausbruch. Selbst bei einem Gegentreffer gegen „seine“ Altdorfer zeigte der Trainer-Senior keine Reaktion – zumindest äußerlich. Und so spielte auch das Ergebnis des Kicks letztlich keine Rolle.
Giovanni Trapattoni über seinen Traum eine C-Jugendmannschaft zu trainieren. Trapattonis Begeisterung für Fußball und Kinder war dennoch zu spüren: Vor dem Spiel nämlich, als sich Jugendliche als Sportjournalisten betätigen durften. Der Startrainer stand in einer Schüler-Pressekonferenz Rede und Antwort. Nach seinem selbst betreuten Lieblingsfußballer gefragt, benannte Trapattoni „viele große Spieler: Platini, Totti, Matthäus“ – letzterer bekanntlich jetzt sein Co-Trainer in Salzburg. Passend dazu äußerte der Italiener die Hoffnung, dass der österreichische Klub ebenso berühmt werde, wie die von ihm früher betreuten „Milan, Benfica, Bayern.“ Dort hate er „Gott sei Dank viel Erfolg“ gehabt, denn mit diesen Vereinen habe es „nicht die größte Niederlage gegeben. Doch jede Niederlage ist für mich eine große Enttäuschung, ein Trauma, eine Katastrophe.“ Weshalb ihm die Pleite „von Juventus gegen Hamburg mit Ernst Happel“ im Europapokalendspiel scheinbar auch nach zig- Jahren noch weh tut.
Doch getreu seinem Motto „Morgen hast Du die große neue Chance: Das ist das Gute am Fußball“ machte er weiter. Und deshalb kann er auch nach aktuellen Salzburg-Niederlagen in der Alpenmeisterschaft auf bessere Zeiten für die Bulls hoffen.
„Ich hab nie gedacht, diese Erfolge zu erreichen“ gab der Trainer gegen Ende der Fragestunde zu. Denn „ich hab nie davon geträumt, Trainer zu werden: Man hat mich gefragt, ob ich den AC Milan trainieren will. Das war Vertrauen!“ Und wenn die Spieler heute dieses Vertrauen zu ihm haben, dann käme der Erfolg, glaubt Trap . „Ich hab nie gedacht...“: Hans Lodes, 2. Vorsitzender und Jugendleiter des 1. FC Altdorf begann seinen Satz genauso wie Trap. Doch er setzte ihn anders fort: „... dass ich was gewinnen würde“, als er am Soda-Club-Preisausschreiben teilnahm: Und nun hatte ausgerechnet der Klub von Lodes neben einem weißen Komplett-Trikot-Set mit Giovanni Trapattoni gar den Hauptpreis gewonnen: „An den werden sich die Jungs noch als alte Männer erinnern und ihren Kindern davon erzählen“, schätzte Mittelfrankens Bezirkschef Uwe Kunstmann. Vielleicht war ja das Trap-Training für einen der C-Junioren sogar der Start einer großen Fußballer-Karriere: Wenn Giovanni Trapattoni einen Jorge Vargas von Red Bull Salzburg zum Star machen kann, warum sollte das nicht auch bei einem Nachwuchskicker vom 1. FC Altdorf klappen?
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